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Thema: Erfahrungsbericht vom ersten Training

  1. #1
    Mitglied Avatar von olarf
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    Standard Erfahrungsbericht vom ersten Training

    Da ich am vergangenen Wochenende an meinnem ersten Endurotraining teilgenommen habe dachte ich ein kurzer Erfahrungs Bericht kann anderen vielleicht helfen zu bewerten was das so bringt oder auch nicht. Mein fahrerischer Background sind 2 Jahre Hobby Enduro mit 16 / 17 Jahren, dann gut 20 Jahre diverse Straßenmoppeds, dann gut 10 Jahre ohne Mopped und seit Oktober wieder mit Mopped und zwar mit einer Sportenduro (XR650R). Jetzt aber zum eigentlichen Thema :)
    Zum 50sten hat mir dann mein Kompagnion einen Gutschein für ein Anfänger Training geschenkt, somit konnte ich mir jegliche Gedanken, wo ich am liebsten hin möchte, schenken denn es war alles fest gebucht für mich und zwar bei Dirt4Fun. Von Guido wurde mir dann recht deutlich zu Stollenbereifung geraten, den K60 von Heidenau hielt man doch für grenzwertig. Somit habe ich die XR für das Training auf Stollen gestellt und noch umgeritzelt damit sie für einen wirklichen Gelände Einsatz taugt. Mich selber habe ich noch mit Protektoren und passender Kleidung versorgt (hier bietet das Forum ja ausreichend Infos an).
    Tag1: Samstag morgen gings dann bei strahlendem Sonnenschein los in Richtung Koblenz,, um 10 sollte alle beginnen. Vor Ort waren kanpp 30 wissbegierige Enduristen versammelt und wir konnten pünktlich zum Startpunkt im Gelände aufbrechen. Dort angekommen gab es eine kurze Vorstellung der Trainer um dann die Teilnehmer in 3 Gruppen aufzuteilen. Eine Gruppe bestand aus "Dickschiffen", eine aus den Kunden mit Leihmoppeds und noch 3 Crossern und die dritte Gruppe aus allen mit eigenen Moppeds < 160 Kg, das war dann auch meine Gruppe. Kurz darauf ging es dann mit dem Trainer ins Gelände um auf einem flachen Stück erstmal fleißig basics zu üben (das richtige stehen, Gewichtsverlagerung, bremsen, beschleunigen, Slalom, enges abknicken...). Zwischendurch (nach der Produktion von reichlich Schweiß) ging es immer kurz zur Basis um zu trinken und kurz zu verschnaufen, Mittags gab es gegrilltes mit Beilagen, alles immer genau zu der Zeit wo ich es dann auch nötig hatte . Nachmittags konnten wir dann auch größere Runden fahrenum das gelernte anzuwenden. Da alles schön trocken und die Runde technisch nicht soooo anspruchsvoll war fehlte mir noch ein wenig die Einsicht warum permanentes stehen alles besser macht und sitzen nie zum Ziel führen wird. Da ich etwas über 2 Meter bin ist das stehen garnicht so super easy, trotz Lenker Erhöhung. Tag Eins war dann gegen 17 Uhr vorbei und alle waren auch rechtschaffen müde. Unser Trainer (Hans) hat alle Themen sehr fundiert vermittelt und auch jeden bei der Umsetzung dann entsprechend unterstützt um Fehler gleich zu beseitigen. Da ich erkältungstechnisch leicht angeschlagen war hieß es für mich dann nix wie ins Hotel, heiß duschen, mit ein paar sehr netten Kollegen noch was essen und ab ins Bett. Es gab zwar noch einen gemeinsamen Umtrunk aber ich wollte lievber versuchen für Tag 2 fit zu sein.
    Tag2: Beim Aufstehen konnte man schon sehen das da keine Sonne mehr in Sicht war, es nieselte in tristem Grau vor sich hin und ich wusste nicht recht wie ich das bewerten sollte. Also gefrühstückt, rein in die Klamotten und ab zum Gelände. Die Truppe sah irgendwie weniger motiviert aus und erste Teilnehmer meldeten sich ab da es ihnen zu nass war. Unser Trainer sah darin gerade einen Vorteil da man bei diesem Wetter all die gelernten Dinge prima gebrauchen könnnte. Er schlug vor erstmal 2 / 3 Runden zum warmwerden zu fahren und das machten wir dann auch. Nach der ersten Runde war dann klar das er zu 100% recht hatte damit und auch wie Wertvoll Guidos massiver Hinweis auf gescheite Stollen Bereifung war! Plötzlich war die selbe Strecke im sitzen quasi unbefahrbar, im stehen merkte man massiv den Zuwachs an Kontrolle über das Mopped. Nach den Aufwärm Runden schrumpften die gruppen dann nochmal etwas, manche hatten einfach die falsche Bereifung, andere möglicherweise keinen Bedarf and zu viel Schlamm. Für die "Dickschiffe" war es natürlich deutlich kniffliger, die meisten haben aber auch diese Herausforderung angenommen, respekt an dieser Stelle für das Bewgen von 200 - 300 Kg Mopped unter solchen Bedingungen. Meine persönliche Laune stieg von Stunde zu Stunde, das fahren ging jetzt ziemlich gut, der Schlamm machte das Gelände wesentlich anspruchsvoller, alles was Hans und liebevoll eingetrichtert hatt macht plötzlich zu 100% Sinn. Neben viel Fahren zeigte er uns über den Tag noch zahlreiche weitere Dinge wie Abbruch am Berg, schlammige Bergabfahrt, die Försterwende, engere Slaloms, das befahren bestimmter Abschnitte auf dem schlammigen Boden... Unsere Gruppe wurde über den Tag zwar immer kleiner, der Spass aber immer größer. Mittags gab es wieder totes Tier vom Grill und Salate. So gegen 15 Uhr (mittlerweile war ich seit 10 Minuten der letzte Krieger meiner Gruppe) begann es sich dann leider einzuregnen so das man gemeinsam beschloss das es nun wenig Sinn macht noch weiter zu machen. Die letzten zwei Runden hatten mir aber auch klar gemacht das mein Körper die Idee jetzt aufzuhören auch prima fand. Jetzt galt es nur noch das schlammige Monster auf den Hänger zu bekommen (dank eines freundlichen Mitstreiters kein Problem) und gemütlich die Heimfahrt anzutreten. Zu Hause gabs dann erst eine intensive Dusche für die geliebte Honda und danch ein Vollbad für mich.

    Fazit: Ich würde jedem so ein Training empfehlen, auch wenn er ansich gut mit einem Motorrad zurechtkommt. Ich war selber über Ostern 2 Wochen in Kroatien und bin dort täglich Single Trails gefahren und auch alle hoch und wieder herunter gekommen. Alles was ich aber dieses Wochenende gelernt habe hätte mir dort überall geholfen. Die Trainer waren sehr kompetent und sind gut auf jeden eingegangen (für Hans kann ich das sicher sagen, bei den anderen beiden basiert die Aussage auf die sichtbaren Fortschritte der anderen Teilnehmer). Alles war sehr gut organisiert. Ein Dampfstrahler am Schuß wäre noch das i Tüpfelchen gewesen aber ich kann den Besitzer des Geländes auch verstehen das er sich den Schlammberg lieber erspart. Wer überlegt soetwas zu machen, MACHT ES! Ich denke zur Qualität der Anbieter findet sich genug Info hier im Forum, ich kann ja nur diesen hier aktuel bewerten und da hat Preis / Leistung gestimmt! Danke für ein tolles Wochenende!
    The Taste Of Mud
    Honda XR650R - Beta RR 125 AC - KTM 125 LC2 (RIP)

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  3. #2
    Admin Avatar von effeff70
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    Hat der Guido das Training in Koblenz gemacht?

    Danke für Deinen Bericht
    Sprüche aus meiner Kindheit:
    Geheult wird erst, wenns stark blutet oder komisch wegsteht...



  4. #3
    Mitglied Avatar von olarf
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    Ja, der Guido und 2 weitere Trainer damit es sinnvolle Gruppengrößen gab.
    The Taste Of Mud
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