An dieser Stelle erstmal ein großes Lob und Danke schön an den Veranstalter und alle Helfer die diese tolle Fahrt möglich gemacht haben.
Aufgrund des Regens in den Tagne vor dem Rennen hatten sich extrem schwierige Bodenbedingungen eingestellt, schon nach der ersten Runde sah man viele Fahrer aufgeben, zum Teil wegen der Anstrengung, zum Teil auch schon wegen technischen Defekten. Nach der ersten Runde hatte sich die Etappe bereits sehr tief ausgefahren und man hatte ordentlich mit den Spurrillen und den Schlammlöchern zu kämpfen.
Aufgrund dessen das ich beim Service nach der ersten Runde vergessen hatte meine Kühler von Gras und Schlamm zu befreien, neigte das Motorrad in der zweiten Runde bei langsamer Fahrt schnell zum Kochen, bis zur 2 Wp war aber alles noch einigermaßen ok. In der 2 Runde war die 2 Wp bereits sehr ausgefahren und schien immer glatter und rutschiger zu werden, diverse Umfaller und Steckenbleiber während der Prüfung lösten dann einen Teufelskreis aus zugesetzten Reifen, zu wenig Schwung, zu wenig Kraft und zu glatt aus der dann darin resultierte das ich seit 20 Jahren mal wieder richtiges Seitenstechne bekommen habe was mich dann noch mehr eingebremst hat und die Sache mit den zu sitzenden Reifen und der Glätte nicht besser gemacht hat. Während der gesamten Wp hat das Moped munter vor sich hin gekocht, so daß ich nach der Wp noch etwa 0,5l Wasser in die Kühler nachfüllen musste. Danach war ich dann besonders Mental, weniger körperlich, erschöpft so das ich die 2 Runde noch zu Ende gefahren bin und dann die Fahrt beendet habe. Ich bin noch nie in meinem Leben eine so tiefe und zerfahrene Wp gefahren.
Es hat trotzdem einen Riesen Spaß gemacht:))


:holy:Geschwindigkeit stabilisiert oder, wer schnell genug fährt hat keine Zeit zum stürzen!:kratz:


Gefühlt war es da nämlich seit 10 Jahren trocken, wodurch jener fahrerische Anspruch abhanden gekommen war, den es dort früher schon immer gegeben hat. Deshalb kann ich die weiter oben zitierte Aussage eines Streckenpostens nur bestätigen, was die Querung von Moddergräben und Schlammlöchern angeht - das gehört halt dazu. Mit etwas Köpfchen und Endurofahrerblick war das alles kein Problem - ich jedenfalls bin in jeder der drei Runden durch jede schlammige Herausforderung im 2. Gang kurz über Standgas durch gekommen. Ich habe es ehrlich gesagt noch nie verstanden, warum man, wenn man mit dem Vorderrad Modder berührt, die Drehzahl bis in den Begrenzer hoch jagt -> Resultat ist eine nach kürzester Zeit endlos tief ausgefräste Rille, durch die man kaum noch das gegenüberliegende Ufer erreicht. Gucken -> entscheiden -> gesittet durch ... dann würden solche Feuchtbiotope auch nicht schon in der ersten Runde zum Problem.
Wenn ich bedenke, dass ich noch vor zwei oder drei Jahren bei komplett trockenen Bedingungen aus lauter Langeweile auf der Etappe meine Wheelie-Skills im 6. Gang trainiert habe und mehrmals pro Runde aus Versehen versuchte, in den 7. Gang zu schalten, dann hat mir das Ganze am zurückliegenden WE doch deutlich besser gefallen.
:weg:
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