Einigermaßen "alltagstaugliche" Sportenduro für Anfänger

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    Liebe Enduristi,

    auch wenn das Thema sicher schon bis zum Erwürgen behandelt wurde...ich werde aus den vorhandenen Threads nicht richtig schlau.

    Kurz zu mir: Ich bin knapp 30 Jahre alt, 1,85m, ca. 100kg und wohne mitten in Stuttgart. Vor 11 Jahren habe ich meinen A-Schein gemacht, ohne jemals wieder längere Zeit auf einem (fahrenden ;) ) Motorrad gesessen zu haben. In meiner Jugend war ich häufig mit befreundeten MX-Fahrern zu diversen Veranstaltungen unterwegs und seitdem keimt in mir das Bedürfnis, selbst einmal eine Offroad-Maschine mein Eigen zu nennen.

    Ich habe mich schon recht gut in die Materie eingelesen - zumindest glaube ich das - doch fehlen mir die Erfahrungen von Leuten, die diese Maschinen tatsächlich schon bewegt haben, und sich nicht nur auf irgendwelche - für Laien häufig nichtssagenden - Fahrberichte stützen müssen.

    Vermutliches Einsatzgebiet:

    - 50 % Strasse (der Weg zum Gelände; vielleicht mal einen kleinen Abstecher in die Stadt)
    - 50 % Gelände

    Ich will kein Bike, mit dem ich täglich zur Arbeit fahre. Die eigentliche Bestimmung der Maschine soll das Offroadfahren sein (zum Anfang wahrscheinlich eher leichtes Gelände im Wald oder auf Feldwegen, Endurowandern auf der Alb, irgendwann vielleicht auch mal in angemessenem(!) Tempo über eine MX-Strecke). Generell bin ich niemand, der mit dem Kopf durch die Wand muss. Ich kenne meine Grenzen und fahre wahrscheinlich eher etwas vorsichtiger, anstatt mich einem zu großen Risiko auszusetzen.
    Aufgrund meines Wohnortes mitten in der Stadt ist die Straßenzulassung leider unumgänglich.

    Bisher haben sich für mich folgende Modelle herauskristallisiert:

    KTM 690 Enduro R (ist mir eigentlich zu schwer; dafür voll eingetragene Leistung)
    Husqvarna TE 449/511 (super Gewicht; laut diversen Testberichten allerdings ein paar Mankos im Handling)
    Husaberg FE 450/570 (Gewicht, Leistung...bisher für mich aber DIE Unbekannten)

    Die KTM habe ich vor einigen Jahren bereits hin und wieder gefahren (LC4 640) und am Wochenende auf der Motorbike Stuttgart das aktuelle Modell nochmal probegesessen. Wahrscheinlich ein super Kompromiss zwischen Strasse und leichtem Gelände. Nach einem Probesitzen auf einer 115kg Maschine empfand ich aber bereits im Stehen das Gewicht der KTM als problematisch, nicht zumutbar. Sie ist für mich eigentlich fast schon aus dem Rennen. Werde sie trotzdem in den nächsten 2 Wochen probefahren.

    Die Husqvarna werde ich ebenfalls innerhalb der kommenden 2 Wochen probefahren. Hier haben mich - zumindest vom Datenblatt her - die technischen Details, die nahezu volle eingetragene Leistung als auch diverse Testberichte angesprochen. Leider gab es auch hier widersprüchliches (weit ausladendes Gertriebe stört beim Bremsen, starres Aluheck...)

    Die Husaberg sollen ziemlich brachial zu Werke gehen, vielleicht bin ich hier als Anfänger überfordert!?


    Wie verhält es sich mit den Wartungsintervallen? Ich tendiere zu einer neuen Maschine...bin aber auch offen für empfehlenswerte ältere Modelle. Finanzielles Limit sind (inkl. Bekleidung) 10000€.

    Viele Grüße
    EL_Rodeo

  • #2
    Also für 50% Straße streich mal ne Sportenduro, alle 10 BH Ölwechsel
    Leistung legal um die 10 PS und dann noch in Stuttgart wohnen???
    Das beisst dich alles!
    Die KTM kommt da annähernd hin ist halt ein Eisenschwein und nicht wirklich für richtiges Gelände gemacht.
    Brachiale Leistung...... ja hat man wenn man Gas gibt bei fast jedem Modell.
    Ein Weitausladendes Getriebe, dass beim Bremsen stört..... Ja mit Schuhgröße 50 und nem hohen Bremshebel.
    Tip von mir Husky 630/610 Dual oder ne LC4 640 reicht am Anfang vollends und hat volle Leistung eingetragen.
    Es gibt Leute,die mit einen geistigen Horizont gesegnet sind, der so beschränkt ist, das sie das Standpunkt nennen.

    Ich lästere nicht ! Ich beobachte, analysiere und bewerte !!

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    • #3
      is doch ganz einfach, bei 10k€ Budget

      50% Strasse = japanische Straßenenduro 4k€
      50% Gelände = europäische Sportenduro 5k€
      1000,- € für Bekleidung

      alles andere macht keinen Sinn
      Der Phönix muß brennen um aufzuerstehen

      Das Leben ist ein Wunschkonzert :vchris:

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      • #4
        Ja...die Anfahrtswege sind das Problem. Bis zur schwäbischen Alb sind es von hier um die 40-50km. Das soll nicht mein regelmäßiger Tagestrip sein, aber zumindest hin und wieder am Wochenende. Es gibt hier auch direkt in der Umgebung ein paar Möglichkeiten, über Feldwege oder in den Wald abzubiegen.

        Ich habe die Befürchtung, die KTM ist nicht annähernd so handlich wie die anderen genannten Modelle.

        Was kosten mich die Ölwechsel an Aufwand?

        @ Elvis

        Wie komme ich dann mit der europ. Enduro zur Strecke, wenn Sie nicht straßenzugelassen ist?

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        • #5
          wer sagt denn das eine Sportenduro nicht Straßenzugelassen sein soll
          Wenn wie Anfahrt stört, dann kauf dir für 500,- einen Anhänger.

          DIE Eierlegendelwollmilchsau GIBT ES NICHT!

          Sportenduro = Gelände
          Strassenendro = Straße
          Der Phönix muß brennen um aufzuerstehen

          Das Leben ist ein Wunschkonzert :vchris:

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          • #6
            Die Straßenzulassung bedeutet doch im Regelfall eine Leistungseinbuße von 50-80 Prozent, oder?

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            • #7
              Zitat von El_Rodeo Beitrag anzeigen
              Die Straßenzulassung bedeutet doch im Regelfall eine Leistungseinbuße von 50-80 Prozent, oder?
              auf dem Papier ja!
              Der Phönix muß brennen um aufzuerstehen

              Das Leben ist ein Wunschkonzert :vchris:

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              • #8
                Ich vertraue einem wahrscheinlich unseriösen Stück Papier ungern meine (finanzielle) Zukunft an... :D

                Hm...wahrscheinlich muss ich diesen österreichischen Stein wirklich wieder in die nähere Auswahl nehmen...

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                • #9
                  Lies Dich mal in die ganzen Themen über die Husaberg FE 570 ein. Mit der jannst Du eigentlich alles machen, hat gut Bums, der übers Mapping auch zahmer gemacht werden kann und hat kaum Krankheiten.

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                  • #10
                    würde da auch einfach mal die BMW G 450 X in den raum werfen ...

                    legal zu bewegen und macht sich im gelände erstaunlich gut.
                    ... und ich grüße Tante Jutta aus Wuppertal.

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                    • #11
                      Wenn er die BMW nehmen soll, dann kann er auch die TE 449 nehmen, ist im Prinzip der Gleiche Motor nur etwas weiterentwickelt.
                      Vorteil bei der 690 ist das die wirklich Legal auf der Straße zu fahren ist. Nachteil bleibt halt das Gewicht. Können kann die im Gelände im Prinzip auch alles, ist halt schwerer.
                      Die BMW und die TE haben um die 40 PS eingetragen, nur fährt man die wahrscheinlich dann doch offen und dann ist die BE wie bei allen anderen auch erloschen. Fällt eventuell nicht so schnell auf, wenn es auffällt ist es aber egal, man ist genauso dran. Dann sind das beides auch Sportenduros, haben also recht kurze Wartungsintervalle, wie alle anderen auch.
                      Du musst dir halt klar werden was du möchtest. Wirklich 50 = 50, dann würde ich die 690 Nehmen. Willst du aber ein Leichtes Moped was eigentlich nur im Gelände bewegt werden soll und der Weg über die Straße ist nur dazu da ins Gelände zu kommen, dann mache es so wie eigentlich alle die so etwas bewegen und nutze einen Anhänger oder Transporter für die Anfahrt und beschränke das Straßen fahren auf ein Minimum. Dann kannst du ein Sportmodell wie die FE 450 oder die TE 449 oder jedes andere Sportmodell nutzen. Denn zugelassen sind die alle, halt ist die BE meist erloschen weil irgendwas doch nicht zu 100% passt. Das Risiko hält sich aber in grenzen deswegen mal erwischt zu werden. Wenn man doch mal Pech hat ist man mit einigen € und 1-2 Punkten dabei. Passiert ein Unfall muss die Versicherung nachweisen das der Unfall ursächlich mit der Änderung am Fahrzeug in Zusammenhang steht und kann dann den im Vertrag stehenden Regress vordern. Sind meist Zwischen 5000€ bis 7500€ je nach Vertrag.
                      Unbekannt bekannt

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                      • #12
                        >:) grade nix zu tun











                        Denn die einzig wirklichen Menschen sind für mich die Verrückten, die verrückt danach sind zu leben, verrückt danach zu sprechen, verrückt danach erlöst zu werden und nach allem gleichzeitig gieren - jene, die niemals gähnen oder etwas Alltägliches sagen, sondern brennen, brennen, brennen wie phantastische gelbe Wunderkerzen, die gegen den Sternenhimmel explodieren wie Feuerräder in deren Mitte man einen blauen Lichtkern zerspringen sieht, so dass jeder "Aahh!" ruft. (Jack Kerouac † 1969)

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                        • #13
                          Also die BMW lässt sich absolut legal bewegen mit 41PS.

                          Im Gelände dann einfach den "Stecker" ziehen und es stehen muntere 52 Pferdchen zur Verfügung.

                          Im Prinzip hol dir erstmal irgendeine von den Vorgschlagenen und du wirst, falls du Blut leckst, eh bald nach einer geeigneten superleichten Sportenduro fragen.
                          ... und ich grüße Tante Jutta aus Wuppertal.

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                          • #14
                            Erstmal danke für die Empfehlungen und Hinweise.

                            Ich werde wohl einfach mal alles mögliche Probe fahren und die Vor- und Nachteile bzgl. Wartung und Unterhalt abwägen. Was kann man da für eine Sportenduro mit 2000km Laufleistung im Jahr veranschlagen?
                            Vielleicht wird es auch erstmal eine günstigere Gebrauchte aus den letzten Jahren...werde mich mal bei den Händlern in der Umgebung schlau machen.

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                            • #15
                              Kosten?

                              3 mal Ölwechsel
                              min 1 Satz Reifen
                              1x Kettensatz
                              Sonstige Sturzteile...
                              Sprit ca 7-9l/BH


                              Nun DIE Frage: Selbermachen oder gemacht lassen?
                              Es gibt Leute,die mit einen geistigen Horizont gesegnet sind, der so beschränkt ist, das sie das Standpunkt nennen.

                              Ich lästere nicht ! Ich beobachte, analysiere und bewerte !!

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