Fahrwerk grundlegend einstellen an Komplettumbau

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    ​ Servus,
    ich habe mir eine BMW R65 von 1979 bei SWT-Sports hergerichtet mit viel Eigenleistung hat es 4 Jahre gedauert. Nun muss ich das Fahrwerk eingestellt bekommen ich habe eine WP 48er AER Gabel und eine Öhlins Federbein verbaut. Beides ist nicht wirklich aufeinander abgestimmt.
    Da ich überhaupt keine Erfahrung habe suche ich nach hilfreichen Ansätzen und eventuel einer systematischen Anleitung oder noch besser jemandem mit Erfarung der Lust hätte mich in die Welt des Einstellen einzuführen.
    Aktuell fährt sich das Moppes auf Straße und Gelände nicht gut bockig und kippelig beschreibt es am besten
    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG-20250529-WA0013.jpg Ansichten: 4 Größe: 615,6 KB ID: 1184719 Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG-20250529-WA0004.jpg Ansichten: 5 Größe: 395,8 KB ID: 1184718

    Danke im Voraus
    Michal
    Zuletzt geändert von Michal 15; 05.08.2025, 12:25.
    >:) Zwei Hände, Zwei Eier, Zwei Takte >:)

  • #2
    Ein banaler Ansatz ist immer der, dass du das Fahrwerk einmal komplett in einer Richtung einstellst (weich, bspw.). Dann fährst du eine vorher definierte Strecke.
    Im Anschluss drehst du das Fahrwerk komplett in die andere Richtung (hart, bspw.) und fährst die gleiche Strecke.
    Und von dem Punkt aus fängst du an, stufenweise vorzugehen, bis das für dich passt.
    Das kann man schon so machen, aber dann wird's halt kacke...

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    • #3
      Du hast ja eine Luftgabel aus einem Motocross Motorrad eingebaut. Zu einer Enduro passt die Gabel nicht so recht.
      Die WP Luftgabel sind eher so mittelgut. Bei dem Umbau hätte ich persönlich eher eine Kayaba Gabel eingebaut.
      Ansonsten gibt es noch Umbaukits auf Stahlfeder. Damit funktioniert die Gabel deutlich besser. Hierzu am besten mit dem nächsten Fahrwerksmann sprechen.

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      • #4
        Die hab ich doch letztens erst auf YT gesehen?



        Eigentlich müsste der Manuel Dir doch aus dem Stand sagen können, was da geht?

        Für Öhlinsbein und WP-Gabel müsste man doch passende Federn ohne weiteres bekommen? Genauso Infos aus dem Web, wie man da bei der Dämpfung vorgeht.

        Dann würde ich als Laie die Federn erstmal so wählen, dass sie beim Draufsitzen ca ein knappes Drittel einfedert. Und bei der Dämpfung dann den Weg, den Sietsch vorschlägt.
        Christian
        www.lange-koeln.de

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        • #5
          Servus,
          erstmal Sorry habe keine Benachrichtigung über Antworten bekommen.

          Das die Gabel nicht optimal ist glaube ich aber einem geschenkten Gaul schaut man erstmal nicht ins Maul ;)
          Fahrwerksspezis in fahrbarer Umgebung haben alle abgelehnt mit der begründung sie arbeiten nur an Crossmopped ab BJ xx.

          Ich bin jetzt von der Grundeinstellung einer 450er ausgegangen und bin dann wie Sietsch beschrieben hat vorgegangen, mein Problem ist ich bin ein fahrender Bauer sprich ich weiß garnicht wie sich ein gut oder schlecht eingestelltes Fahrwerk anfühlt, denn seit 12 Jahren fahre ich nur 12er GS im Gelände.

          lange-koeln ja das ist genau die

          Grüße Michal
          >:) Zwei Hände, Zwei Eier, Zwei Takte >:)

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          • #6
            Ich bin viele Jahre lang mit einem Standardfahrwerk ohne jegliche Veränderung gefahren.
            Mir hat dann mal einer gesagt: So lange du nicht merkst, dass dir etwas fehlt, lass das Fahrwerk so, wie es ist.
            So bin ich dann auch vorgegangen!
            Letztlich sind mir irgendwann Dinge aufgefallen, die ggf. durch ein besser auf mich abgestimmtes Fahrwerk besser werden würden. Und so war es dann auch.

            Bei Carbon-Helmen war es dasselber: Wie kannst du nur mit so einem schweren Helm fahren, wurde ich gefragt. Naja, für mich war der leicht, weil ich nie einen anderen auf hatte.

            Soll also heißen:
            Stell' das Fahrwerk für dich ein, wie du meinst. Vielleicht kommt irgendwann der Punkt, an dem du merksts, dass etwas anders besser wäre... vielleicht aber auch nicht.
            Das kann man schon so machen, aber dann wird's halt kacke...

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            • #7
              Ich bin ja auch kein Techniker und schon gar nicht mit den Innereien von so modernem Zeugs vertraut.

              Ich glaube auch nicht, dass es die eine richtige und gute Fahrwerkseinstellung gibt, entscheidend ist, dass Du damit gut klarkommst.

              Bei meiner alten KLX ist auch einiges geändert und ich hab mich wie folgt rangetastet:

              Die Feder jeweils so wählen bzw. vorspannen, dass das Moped beim draufsetzen ein knappes Drittel des Federweges einfedert (Der Fachmann spricht glaub ich von Negativfederweg). Wenns dann an einem Offroadfahrtag bei Dir nur 1 oder 2 mal durchschlägt, würde ich sagen, das passt ungefähr. Die Dämpfung hab ich dann am Federbein so eingestellt, dass ich gut damit klarkomme, also so straff, dass das Moped nicht nachfedert, aber dabei so soft wie möglich. Ergebnis bei mir ist komfortabeles Fahren und guter straffer sicherer Bodenkontakt onroad. Nichts wackelt, schlingert oder hüpft rum - passt für mich.
              Ich hab in meiner 180 Kg - KLX ein Öhlins-Federbein aus einer alten ich glaube Husaberg oder Husqvarna 600 verbaut. Das Spendermoped ist deutlich leichter, aber deutlich straffer abgestimmt. Das passte ganz gut.

              In der Gabel entsprechend, wobei die alte Kawagabel wenig Einstellmöglichkeiten bietet. Da kam ich dann mit strafferen progressiven Federn (Wirth oder Wilbers) und etwas weniger Viskosität beim Gabelöl dahin, dass es sich für mich gut anfühlt.

              Für Deine Gabel dürfte man eine deutlich größere Auswahl an passenden Tauschfedern finden. Und für das Öhlins - Federbein gibts sicher auch passende straffere oder weichere Federn beim Hersteller.

              Das hängt sicher aber auch von den persönlichen Vorlieben und Gegebenheiten ab. Ich wiege gute 120 Kg, damals beim Umbau des Mopeds noch mehr. Ich bin ab und an mit reichlich Gepäck unterwegs. Ich war damit bei nem Offroadtraining in Bilstain und auch schon mit Kollegen auf Strassenbigbikes über Alpenpässe unterwegs. Nach einigem hin und her probieren passt es nun für mich so, dass ich nix ändern oder einstellen muß, wenn der Einsatzzweck sich ändert. Meine Ansprüche daran sind aber auch sehr begrenzt. Wenn man sich da intensiver mit auseinander setzen würde, wäre sich noch manche Optimierung drin.

              Mein Vorschlag wäre erstmal die Federbasis so ungefähr einstellen und dann erstmal fahren fahren fahren und langsam rausfinden, wo noch Bedarf ist. Oder Geld in die Hand nehmen, zum Fahrwerksspezialisten bringen und dem erklären, was man haben will.

              Bockig und kippelig? Meine Idee wäre, es mit etwas weniger Druckstufendämpfung zu versuchen.

              Bei solchen Umbauten ist das aber immer eine Frage des Kompromisses und irgendeinen Tod muß man sterben. Das ist eine BMW die vom Konzept her eigentlich ein Tourer war. Mit den Fahrwerkskomponenten ist das ganze nun wahrscheinlich 15 +X Cm höher als ursprünglich. Das ändert einiges am Fahrverhalten und auch am Fahrgefühl. Meine KLX war im original schon hochbeinig und ist jetzt nochmal höher. Dass die zB beim Bremsen deutlich eintaucht, ist vermute ich, nicht zu verhindern. Dass Leute unter 1,90 auf meinem Bock mit den Füssen praktisch nicht mehr an die Erde kommen, ist halt so. Dafür hab ich Federweg ohne Pause und auch ein fettes Schlagloch im Feldweg bei 120 bringt meine KLX nicht ins Schwitzen. ;D

              Wenn ich mit vollen Koffern und Packsack und und und unterwegs bin, sinkt meine am Heck deutlich ein, die Gabel steht dann flacher. Das ganze wird deutlich unhandlicher und fährt sich nur noch semi-toll. Aber für mich passts und funktioniert.

              Man gewöhnt sich sicher auch an vieles. Meine Gabeleinstellung fand ich viele Jahre toll. Dann bin mal beim Durofrank in Andalusien mehrere Tage auf modernen (damals) Husabergs unterwegs gewesen. Seit stört mich das Losbrechmoment meiner KLX -Gabel. Das Bessere ist des Guten größter Feind. Da mein Fahrzeugschein aber jetzt schon aus 3 Blättern besteht, bleibt die Gabel, wie sie ist...

              Also fahren und langsam rantasten und probieren, das wird schon.
              Christian
              www.lange-koeln.de

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