Dann mach die ne eigene Liste mit den Einstellungen und dem Boden auf dem du gefahren bist. Ist viel besser und man lernt mehr.
Das ist ja der Plan.
Mich hat aber das Grundsetting interessiert. 😉
Und wenn ich zur ner Sache so unterschiedliche Informationen bekomme, macht mich das fuchzig.
Ich war Jahrelang Werkstattleiter bei Kia und da hat man die Krise bekommen bei den Werkstatthandbüchern.
Sowas regt mich auf.😉
Um zu zeigen das man es kann, reicht auch eine Runde :weg:
Lasst mich einfach sitzen, irgendwann hör ich von alleine auf zu heulen.:luder:
Und wenn ich das richtig lese sollte der Verstellbereich oben an der Schlitzschraube laut GasGas auch 60 Klicks sein und ist auch auf 25-30 voreingestellt.
Sollte, aber ist es so?
Mein Federbein hat den selben Verstellbereich wie vectras: 27 Klicks, und kein HighSpeed.
Die vers. Angaben kommen einfach von den vers. (Shim-)abstimmungen und Federraten und grundsätzlichen Präferenzen der Testfahrer.
Wenn du keine Startpunkte hast, mach die Einsteller auf die Mitte und teste von da an in sinnvollen Schritten.
Weniger sinnvoll wäre zb. bei einer Einstellrange von 60 klicks in 2er Schritten zu testen. Das kannst du dann bei der Feinabstimmung machen, aber nicht wenn du eine grundsätzliche Richtung rausfinden willst.
Die Werte aus dem Handbuch bringen natürlich nur etwas, wenn es noch das unmodifizierte Original Federbein ist. Da Federbeine für die Motorräder typspezifisch und Baujahrabhängig abgestimmt sind bringt es nur etwas, wenn die Daten dem Motorradhandbuch entspringen und nicht irgendeinem Öhlins Dokument.
Für die Zugstufe kann man im Stand noch halbwegs testen, wenn das Fahrwerk in einem guten Zustand ist und leichtgängig.
Heck runterdrücken und schlagartig loslassen. Das Heck sollte einmal etwas über die Neutralposition hochschwingen und dann in Neutral zurück. Die so gefundene Einstellung ist sicher kritisierbar aber als erster Ausgangspunkt für Fahrversuche nicht ganz falsch.
Für erste Versuche gehe ich dann zunächst in sehr groben Schritten vor (z.B. einmal Hälfte der Klicks zudrehen und einmal genausoviel auf). Das bringt meist schnell ein deutliches Bild.
Noch ein Hinweis:
Es wurde vorgeschlagen, die maximale Anzahl der Klicks zu ermitteln und dann für die Grundstellung halbieren. Man hat dabei die Vorstellung z.B. von 0 bis 50 Klicks passiert gleichmäßig eine Veränderung. Das ist oft nicht so. Es gibt teilweise konstruktionsbedingt viel mehr einstellbare klicks als der eigentliche wirksame Bereich.
Oft ist ab einer gewissen Klickzahl kein Unterschied mehr, wenn man weiter aufdreht, weil das Ventil bereits völlig entdrosselt ist. Beispielsweise die Zugstufe unten, wo man sogar weiter aufdrehen kann obwohl fühlbar gar nichts mehr klickt.
Man darf in der Regel davon ausgehen, dass die größten Unterschiede bei wenig Klicks nahe dem geschlossenen Punkt auftreten. Der Unterschied zwischen 0 und 10 klicks ist deutlicher als der zwischen 10 und 20.
Oft ist ab einer gewissen Klickzahl kein Unterschied mehr, wenn man weiter aufdreht, weil das Ventil bereits völlig entdrosselt ist. Beispielsweise die Zugstufe unten, wo man sogar weiter aufdrehen kann obwohl fühlbar gar nichts mehr klickt.
Mein Fahrwerksfuzzi sagte mir (bezogen auf das Öhlins der GasGas): Wenn die Zugstufe beim Aufdrehen aufhöhrt zu klicken ist die Gasfüllung futsch.
Nach dem Service klickte sie wieder über den gesamten Stellbereich.
Mein Fahrwerksfuzzi sagte mir (bezogen auf das Öhlins der GasGas): Wenn die Zugstufe beim Aufdrehen aufhöhrt zu klicken ist die Gasfüllung futsch.
Nach dem Service klickte sie wieder über den gesamten Stellbereich.
mfg JAU
Diese Diagnose stimmt nur, wenn es über den ganzen Bereich auftritt. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass man es nicht zu weit aufdrehen darf, weil sonst Gasdruck verloren geht.
Hintergrund (gültig für die Zugstufe = unten am Öhlins Federbein 888 und ähnliche):
Der Gasdruck (bzw. der vom Gasdruck erzeugte Öldruck) drückt über die Ventilnadel auf einen quer eingebauten Stift. Der Stift geht durch die Kolbenstange und ist in einem Langloch in der Kolbenstange einige mm beweglich. Der Stift liegt auf dem Versteller (Das Gummirädchen um die Kolbenstange). Der Versteller ist innen mit Rastpunkten versehen und da rastet er nur ein, wenn Druck auf der Ventilnadel den Stift dagegen presst.
Wenn man das Rad genügend weit runterdreht liegt der Stift nicht mehr auf dem Rad auf, sondern auf dem Langloch der Kolbenstange. Daher klickt es nicht mehr (ca. ab 40 Klicks), wenn man das Rad zu weit runterdreht. Das ganze ist aber unschädlich fürs Federbein, man erreicht lediglich keine weitere Verstellung.
Das ist eine kleine Besonderheit. Fast alle anderen Verstellrädchen haben einen anderen Mechanismus zum Klicken, nämlich federbelastete Kugeln, die in irgendwelchen Vertiefungen einrasten. Das ist unabhängig vom Innnendruck und es gibt bis zum Anschlag immer ein Geklicke.
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