Vergaserabstimmung SEA to SKY

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  • #16
    Zitat von Moordriver Beitrag anzeigen
    boah! Heiner RESPEKT....soviel "Fachwissen" hätte ich Dir bei deinem Job nicht zugetraut!:gut2:....und den Teilnehmer kenne ich auch, war 2011 schon dabei!
    Danke Thorsten :))... in Physik war ich eigentlich immer ganz gut.

    Man kann es nach der Liste auch anders ausdrücken:
    Der Luftdruck nimmt bei von 0 bis 2000 hm knapp 22% ab
    Die Luftdichte (somit auch der o2-Anteil pro m³) nur um ca 18 %

    Was 18% weniger O2 für das bedüsen eines Motors ausmacht weiß ich nicht genau. Moondrivers und mein Bekannter ist aber ne 250-er Zweitakt gefahren, wenn ich das richtig weiß und der meinte daß man es stark merkt, aber erst weiter oben. Angekommen ist er ja auch....also es läßt sich anscheinend schon noch fahren.

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    • #17
      ich glaub hier werde zwei/mehrere Sachen vermischt

      bei der Vergaserabstimmung stellt man das Verbrennungsluftverhälnis (Lambda) ein

      die Motorleistung hängt von der Sauerstoffmasse im Zylinder und Lambda ab

      Sauerstoffsättigung hat man im Blut
      die Sauerstoffkonzentration ändert sich in der Höhe nicht
      Zitat von Uni Düsseldorf
      Mit der Höhe verändert sich die Zusammensetzung der Luft nicht. Sie ist bis zu einer Höhe von 20 km sehr konstant (=gleichbleibend)
      (link)
      nun hab wir im Motor einen HubRAUM = Volumen
      in dem eingesaugten Luftvolumen eine Sauerstoffmasse
      (daher gibt es jetzt Luftmassenmesser)
      Diese beiden Größen sind verbunden über die Dichte
      (beim Saugmotor: mehr Luftdichte = mehr Sauerstoffmasse = mehr Motorleistung)

      Luftdichte nimmt ab bei Höhenlage und warmer Temp
      wie oben schon geschrieben ist das das beim Bergauffahren gegenläufig, kompensiert sich aber leider nicht
      in welchem Verhältnis das zueinander steht sieht man in den Vergasertablellen (die gleiche Abstimmung bildet eine Diagonale über Temp/Höhe)

      die Hauptinfo steckt also hier
      Zitat von Heiner Beitrag anzeigen
      Der Luftdruck nimmt bei von 0 bis 2000 hm knapp 22% ab
      Die Luftdichte (somit auch der o2-Anteil pro m³) nur um ca 18 %
      Auf dem Berg gibts es weniger Sauerstoff im Luftvolumen. Daher haben alle Motoren weniger Leistung.

      Der Einpritzer kann aber das Lambda anpassen.
      Da die Motorleistung auch vom Verbrennungsluftverhätnis abhängt, ist der Leistungsverlust beim Einspritzer nur dem Sauerstoffmangel geschuldet. Bei Vergaser wirkt sich zusätzlich die ungünstigere Abstimmung aus. (und das geringere Druckgefälle usw.)

      Zitat von Heiner Beitrag anzeigen
      Was 18% weniger O2 für das bedüsen eines Motors ausmacht
      Lambda = ((1-0,18)*14,7)/14,7= 0,82

      mit praktischen Tips kann ich leider nicht dienen :))
      Mauz un Hoppel läähn im Dreck

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      • #18
        Die Denkrichtung stimmt ja schon, es fehlt aber noch:

        Wenn der Motor weniger Luft ansaugen kann, gibt auch der Vergaser weniger Kraftstoff ab.

        Oder anders:
        Auch bei 22% weniger Umgebungsdruck und somit (ungefähr) 22% weniger Fühlung, braucht man dazu nicht um 22% kleineren Düsenquerschnitt.
        Gleich wie bei wenig Drehzahl und geringer Fühlung oder nur tw. offener Drosselklappe/Schieber, also immer wenn weniger Luft durchgezogen wird, ist auch der Venturi Effekt geringer.

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        • #19
          Zitat von Mankra Beitrag anzeigen
          wenn weniger Luft durchgezogen wird
          Zitat von Kupplungsqualm Beitrag anzeigen
          (und das geringere Druckgefälle usw.)
          diese Effekte haben meiner Meinung nach geringen Einfluss bei 2T Enduro, im Gegensatz zu den erwähnten

          Vergaser Kawas bei der Superbike-WM in Kyalami, die merk(t)en das
          Mauz un Hoppel läähn im Dreck

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          • #20
            Das sind ja tolle theoretische Gedanken, aber ein 2takter läuft von Haus aus schon relativ unsauber und mit Sicherheit weit entfernt von Lambda 1.
            Mit den Handbuch-Bedüsungen liegt man wahrscheinlich eher im Bereich von 0,8 und auch ein gut laufender und sauber abgestimmter Motor liegt wahrscheinlich nicht zwischen Lambda 0,95 und 1,05.

            Dh die 18%?! Überfettung die Ihr euch hier ausgedacht habt, kann dann gepaart mit einer schlechten Abstimmung des Vergasers schon fast zu einem nichtmehr zündfähigen Gemisch führen ;-)

            Ich kann es nur empfehlen, fahrt mal selbst mit einem 2takter in die Berge und dann überdenkt Ihr eure Ausführungen hier nochmal.

            PS:
            Was hat Kyalami damit zu tun, da war ich vor 3 Tagen noch...

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            • #21
              Kleine Geschichte!

              War vor ein paar Jahren in Piemonte mit meiner EXC200.
              Weil ich mir noch nie so richtige Gedanken über Bedüsung usw gemacht habe wurde einfach die Düsen gelassen und die Nadel nur ein Ring (also Winter bei mir) umgesteckt. Finale an d. Tour war natürlich der Chappi.. EXC200 kam da ohne Mucken an. K. Kühler kochen...nur etwas weniger Leistung, aber immer noch so viel um alle Hindernisse zu meistern u. ein paar Einlagen einzubauen.
              Kolleges EXC 250f (09) hat die Kupplung verraucht... Die TE450 u. EXC450 wo noch dabei waren hatten noch genügend Dampf, fürs Wandern
              Zeitdem mach ich mir um Bedüsungen nicht mehr so die Gedanken wenn es in den Urlaub geht. Vielleicht am Abend die Nadel rauf o. runter...ab sonst

              Wenn mein alter Fön dies schafft, sollte das für See to Sky mit einer 300er mit Standartbedüsung auch gehen, denn Kupplung und rechte Hand stellen auch bei schlechter Bedüsung den Schwung ein 200m lange Steilauffahrten sind da ja nicht drinnen, mehr dieses "Klein Klein hüpfe über den Stein" wo eh mehr den Traktor brauchst.
              Bei JD ist dies anders...denke da kriegst mehr SChwierigkeiten, den da reagiert das Bike auf extremere Höchen u. Temperaturunterschiede schneller..weil durch die Nadel die Abstimmung viel feiner ist.
              http://www.psychoparts.de

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              • #22
                Da mich das nun auch interessiert hab ich mal bei der Bedüsungstabelle meiner 250-er aus 2012 nachgesehen.

                0m 20°C zu 2000m 5°C
                Leerlaufdüse: gleich (jeweils 35)
                Nadel: statt N8RW nun N8RJ, Pos beide 4
                Hauptdüse: statt 168 nun 165
                Leerlaufregulierschraube: statt 1,5 nun 2 offen

                Ziemlich gering der Unterschied finde ich, wobei ich die Nadeln nicht einschätzen kann.
                Es scheint den Motor aber wohl nicht soooooo extrem zu jucken, wie einige schon aus eigener Erfahrung bestätigt haben.
                Wenn der Temperaturunterschied allerdings sehr gering ausfällt, sind die Bedüsungsvorgaben (für 2000m höher) aber doch gleich 1-2 Stufen magerer bei Haupt und Leerlaufdüse.

                Am besten man probiert es mal selbst, aber das ist hier im Norden nicht so einfach :))

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                • #23
                  Icch bin dieses Jahr von Meeresspiegel bei 35° bis 1800 bei 4 ° mit der gleichen Bedüsung gefahren. - über Jahr verteilt.
                  Hat immer ganz gut funktioniert.
                  Ein Leistung smangel stellte sich schon ein, aber eher dank steigendem Fahrer gewicht
                  grias di - pfiad di

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