Ich mach dann mal mit dem Freitag weiter, nachdem um 4:50 Uhr der Wecker geklingelt hatte, und ich gefrühstückt hatte ab auf den Hotelparkplatz ins Fahrerlager. Und wer rennt da in Zivilklamotten rum, die alte Kampfsau der Kolben-Holger (denn er hat immer noch meinen vollen für den zerschossenen Motor ), er schaut ganz bedröppelt und meint nur , mein Fuß passt nicht mehr in den Stiefel, die Schmerzen sind ja nicht so wild mit genug Tabletten drin wo ich zu geben muß auch mir waren sie seit dem ersten Trainigstag immer hilfreich eine vor und zwei nachdem Frühstück. Aber zurück zum Thema, also Abfahrt in kleiner Kolonne vom Hotel-Fahrerlager(Maseru) zum Start in Roma, schöne 30min Eierei auf afrikanischem Asphalt dort angekommen steht meine Startzeit noch nicht wirklich fest zu dem Zeitpunkt drängeln sich schon die anderen ca. 270 Mitstreiter in Richtung Startbogen, na ja wir sind halt in Afrika aber ich bekam dann doch noch ca. 5 min vor meiner Zeit bescheid wann es los gehen sollte, nachdem der Kiwi die Südafrikaner beim Timetrail schön versägt hatte und er mit 20min Vorsprung gestartet war, wurde die Zeit für die Übrigen Starter halt etwas kürzer also alle 15 Sec. 2 Mann also zack an der Schlange vorbei soweit es ging und die restlichen 2-3 Leute an die Seite geschoben und schon ging es los, halbwegs hoch motiviert was sich schnell steigerte da die Südafrikaner mit dem naßen rutschigem Boden nicht wirklich gut zurecht kamen dann immer schön das Flußbett lang und durch das Wasser beim dritten mal war ich nun richtig wach und es ging immer besser. Ab ins nächste Dorfund links rum da steht schon der Olli der 5 min vor mir gestartet war, vor ihm eine eigentlich nicht so schwere Auffahrt aus Steinen in DoppelD Größe, das Problem war nur das sich dort den Weg hinauf ca 25 Südafrikaner tummelten mit kochen Motoren und qualmenden Hinterrädern . Wie gesagt eigentlich nicht so das Problem wenn man frei fahren kann, auch nicht die Stufe nach der Spitzkehre oben von ca 1m Höhe also ab in den Stau bis zur Kehre und oben zerrten schon div. Fahrer und Schwarze an den Kisten um sie nach oben zu buxieren na ja mit Money oder Sweets können auch die Kids ganz schön anpacken, ein kurzer Blick, jau der Stein reicht um die 300 er da hoch zu katapultieren also Gas auf mit Schwung gegen den Stein von 40cm Höhe dann gegen den Rest der Stufe die Gabel knallt voll durch springt in die Höhe (alle Schaulistigen an die Seite, die Schule hat heute geschlossen Ausgang) und schwupps bin ich oben :-) was ein Glück das das nicht mein Moped ist aber es hat geklappt. Also weiter den gleichen weg wie Gestern beim Timetrail über ein paar Felsen zur Spalte die schon von den Bildern (Baboons) bekannt war. Die 300ter schlüpft bis zur Hälfte ganz locker und besser durch wie am Vortag da die Birne an Volumen doch etwas ab genommen hat. Aber nun klemmte mein Fuß zwischen Moped und Fels AUA, der Tech 8 war platt wie ein Badelatschen, also den Fuß irgendwie dazwischen raus gezogen und zwischen den Kühler und Lenker gelegt, jetzt ging es die weitern 3m einwandfrei weiter.
Den grünen steinigen Hang hoch der am Donnerstag kein Problem war aber in der Ferne war en schon wieder einige dampfende Motorräder und jede Menge Einheimische zu sehen! Shit das heißt nichts Gutes :-(, der Hang war um Klasen schwerer als am Vortag da es in der Nacht ordentlich geregnet hatte und am Ende waren wieder 2 von solche besch****en Stufen die Vortag schon nur mit der soeben erklärten Gewaltaction zu meisten waren, also erstmal da hin und geschaut. Da war alleine nix zu machen also schoß ich mich mit 2 Südafrikanern zusammen und wir zerrten die drei Mopeds gemeinsam das Stück hoch.
Mein Kreislauf war erstmal dahin, erstmal eine kleine Pause denn die letzten 4 Km haben mal locker 45 min gedauert, na super also weiter auf Wegen die in einem Zustand waren wo eine Motocrosstrecken schon zweimal geschoben worden wäre. So ging es weite immer am Hang lang rechts gehts hoch in die Büsche (unfahrbar) und links 10-20m bergab zur nächsten Stelle, an der wir schon am Vortag gezahlt hatten im Stau mit 15 anderen dann durch eine Bach und eine rutschige Lehmauffahrt mit mehren 50cm Stufen ohne Anlauf, also die Erste fast geschafft und dann den Griff rechts nach hinten gelegt wie beim Hillcliming in Rachau und die 300ter noch eine Stufe höher geschossen die nächsen 10m haben mich dann 2 Corny mit Banane und Schoko und wieder jede Menge Kraft gekostet, 5 min weiter wieder Einheimische am Rand oh Shit, ein Hang mit rutschigem Boden für uns Europäer nicht das Problem nur liegen da wieder 6 Mitstreiter im Weg rum und das Ding mußte man schon in einem Stück fahren da das wieder Anfahren schier unmöglich war und außerdem noch die ganzen Kids an den anderen Karren rumzerrten. Also statt hoch fahren wieder hochgekämpft und oben fast von der Kiste gefallen vor Erschöpfung, die schmerzmittel vom morgen ließen langsam nach, den rechten Fuß hatte ich mir ja schon am ersten Tag verdreht und nun auch noch der Linke von der Action in der Felsspalte, also dank Holgi hatte ich genug Asperin dabei erstmal was ein geworfen und gleich eine Tüte Powergel von Powerbar hinterher, nur durch einen kräftigen Schluck aus dem Camelbag ist das Zeug noch im Körper geblieben.
Weiter ging es über zerschossene Wege und Eselspfade zu einer Stelle vom Vortag , von der ich schon in der Nacht geträumt hatte. Glatter Sandsteinfels vom Regen flutschig wie eine rüdige Hündin mit ca. 15 m Höhenunterschied, oben an der Kante angekommen sah ich 3 verzweifelte Fahrer auf, neben und unter ihrem Motorrad runter rutschen, und der nette Typ neben mir auf einer Kawa grinste und sagte zu mir "Welcome to africa", dann versuchte er es ein bisschen seitlich was ihm nicht gelang und rutschte auf seiner Kawa in Falline bis zur ersten Querrille und dann Kopf über links in s Buschwerk, ich selbst stieg nach dieser Action lieber ab und schlidderte mal stehend und mal auf dem Hintern den Fels in Richtung der Kawasaki, welche noch samt Fahrer Kopf über von den Büschen gehalten wurde, der Fahre konnte sich noch selbst befreien und werkelte nun an seinem Motorrad um es irgendwie wieder in die richtige Richtung zu bringen. Das letzte Drittel rutschte ich dann auf der KTM hinab. Nach viel verlorener Zeit ging es weiter an einem Hang endlang auf einem Eselspfad wo mal wieder so große Steine waren das auf jeden 10 m die KTM mindestens einmal mit der Birne oder dem Motorschutz aufschlug.
Nun so langsam am Ende der Kräfte, und nachdem wieder so scheußliche Steinplatten kamen, wo auf der Seite ins Tal nix war außer nassem rutschigem Fels und nix z sehen war was einen beim wegrutschen aufhalten könnte in das Loch bis zum Erdmittelpunkt verging mir die Lust am weiterfahren, also tuckerte ich nur noch so langsam vor mich hin denn ich hatte schon soviel Zeit verloren das ich am nächsten oder spätesten beim übernächsten Checkpoint rausgeflogen wäre, plötzlich über holte mich unser kurzer Benny und schaute mich verdutzt an, das war kurz vor dem Checkpoint wo es in eine extra Schleife ging, und aus der Benny gerade kam. Am Checkpoint war dann ein Tankstopp geplant wo auch schon Kolben-Holger wartete, das Moped von Olli P. stand auch schon an der Seite und von 2 anderen Teammitgliedern auch , da beschloss ich auch aufzuhören da es nicht wirklich mehr Sinn hatte mit soviel verlorener Zeit weiter zu fahren und außerdem wollte ich auch noch in einem Stück wieder nach Hause. Dann kam erstmal die Erleichterung, puh jetzt ist es vorbei, wobei ich am Abend wieder dachte ach Shit wärst du Depp mal weiter gefahren. Aber nun war es zu spät und ich machte am Samstag mit unserem KTM Guru J. Sauer noch Service für den Rest der Mannschaft wo ja leider nur noch 5 von über waren.
Mehr Bilder und ein Video hat Holgi, der ist glaub ich schwer beschäftigt mit......:Auge2:






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