Enduro Zulassung - wie läuft das ab?

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    Hallo zusammen,

    ich bin durch meine Tenere auf den Geschmack des Off Road Fahrens gekommen. War neulich damit im Enduro Park und fand das sehr spaßig - tolle Leute, alles ungezwungen, einfach geil.
    Die Tenere wurde schon ganz schön rangenommen und ich würde mich mit einem leichteren Bike auch wirklich wohler fühlen. Jetzt habe ich vom eigentlichen Enduro fahren (und dem drum herum) wirklich gar kein Plan. Die FAQs hier im Forum haben jedoch die meisten Unklarheiten beseitigt :D dennoch bleiben einige, wenige Fragen offen:

    1. Kann ich jede Enduro für die Straße zulassen? Auf was müsste ich hier achten (abgesehen davon, dass ich Blinker, Spiegel, etc. montieren muss)? Wäre kein K.O. Kriterium, da ich einen Hänger habe, aber würde manches einfacher machen
    2. Wenn das Motorrad keine Straßenzulassung hat, benötigt es dann überhaupt TÜV, Versicherung, etc.? Oder muss man das trotzdem irgendwie anmelden? Wie gesagt, das ganze drum herum verwirrt mich hier noch etwas
    3. Welche Maschine würdet ihr mir raten? Auf jeden Fall 4 Takt und um die 250ccm. Budget 4000 Euro. Theoretisch könnte ich auch mehr hinlegen, aber ich mich wohler fühlen, wenn ich eher was günstiges hole, was dann auch weniger Wertverlust hat, falls ich das Hobby doch nicht auf Dauer mache und die Maschine wieder verkaufe.

    Würde mich sehr über Antworten freuen!

  • #2
    Servus

    Deine Fragen und Bedenken wurden hier im Forum schon zig mal diskutiert, da sie mehr oder weniger bei jedem Neuankömmling aufkommen.

    - Eine Sportenduro so zulassen, dass sie einer Verkehrskontrolle standhält ist ziemlich aussichtslos. Das fängt schon damit an, dass sie gedrosselt sein müsste und gedrosselt willst du so ein Moped nicht fahren.
    - Die Zulassung ist deine Sache. Gründe für die Zulassung sind rechtliche. Mit einem nicht zugelassenen Motorrad im Straßenverkehr jmd. umfahren, könnte dich finanziell erledigen. Außerdem ist bei der Teil-Kasko ein Diebstahlschutz dabei.
    - Das kommt auf deinen Geschmack an. Wenn du ein bisschen durch die Gegend rollen willst, wäre es wohl eher 4T. Wenn du sportlich an Wettbewerben teilnehmen willst, eher 2T.

    Grundsätzlich solltest du mit einem Lehrgang starten. Hier kann ich dir Stefans Endurotraining empfehlen: https://www.stefans-endurotraining.d...x_training.php
    Das kann man schon so machen, aber dann wird's halt kacke...

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    • #3
      Moin, Enduros sind i.d.R. zulassungsfähig. wenn Du gebraucht kaufst, achte darauf, dass das Moped mal zugelassen war, sonst wird's schwierig. Wenn Du irgendwelche Exoten, z.B. US-Modelle kaufst, wird es ebenfalls schwierig. Die Mopeds bringen meistens ein komplettes Zubehörpaket mit, um es für die Straße tauglich zu machen - bis hin zu einer kompletten zweiten Auspuffanlage bei Zweitaktern. Die meisten Anbau- und Zubehörteile sind ebenfalls nicht zulassungsfähig (Lenker, Mossgummi, Auspuff,...). Wenn das Moped keine Zulassung hat, brauchst Du entsprechend auch keinen TÜV. Wenn man mit dem Moped auf dem Anhänger zum TÜV fährt und die offensichtlichen Dinge wie Blinker, Spiegel etc. montiert hast, klappt das meist auch so.
      Welche Maschine für Dich passt, ist Geschmacks- und Glaubensfrage. Fürs technische eher langsamere Gelände eignen sich eher Zweitakter, desto schneller es wird, desto besser wird der Viertakter. Wobei es genug Beispiele gibt, wo die Experten im technischen Gelände mit dem 4t schnell sind und auf der Piste mit dem 2t. Ich persönlich komme mit dem Zweitakter besser zurecht, weil die nicht so schnell ausploppen. Meine persönliche Empfehlung wäre bei der Motorengröße lieber etwas kleiner anzusetzen, es hat einen Grund, dass die großen Hubräume meist nicht teurer sind als die Kleinen...

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      • #4
        Vielen Dank für die Antworten. Die Zulassung dient mehr der Formalität. Wirklich auf der Straße fahren, möchte ich nicht. Es gibt einen Enduro Park nur wenige KM von meinen Eltern weg. Dort würde ich dann eventuell mal ohne Hänger über das Feld hinfahren... für alles andere habe ich ja die Tenere

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        • #5
          Ich kann dir nur empfehlen, sie zuzulassen.
          Schon einfach nur wegen der Diebstahlsicherung.
          Das kann man schon so machen, aber dann wird's halt kacke...

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          • #6
            Falls du einmal eine Balade in den Ardennen (Belgien) mitfahren willst, dann muss dein Moped auch angemeldet sein. Es gibt auch noch andere Veranstaltungen in anderen Länder wo es ähnlich ist.

            In Italien gibt es zB die Motocavalcate.

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            Zuletzt geändert von Franco; 02.07.2024, 17:00.

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            • #7
              wenn du eine Gebrauchte kaufst die aktuell noch Tüv hat, kannst du die direkt zulassen. Bei der Zulassung (dem Vorgang der Zulassung) muss das Fahrzeug nicht StVo-Tauglich sein.
              Eine Neue kannst du auch ohne Rücksicht auf den StVo Zustand zulassen wenn Sie die entsprechenden Papiere hat.
              Zugelassen und versichert kannst du das Moped auch halten wenn es keinen Tüv hat.

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              • #8
                Vielen Dank für die Info ;) das habe ich nicht gewusst

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                • #9
                  Moin,

                  Weitere Frage wäre auch, ob Du z.Bsp. im Ausland damit rumfährst.
                  Ich bin öfter zum endurieren in Italien. Da wir dort überwiegend auf öffentlichen Straßen unterwegs sind (auch die letzten Rumpelpisten in den Bergen sind teilweise öffentliche Strassen) ist Zulassung / Versicherung für mich verpflichtend.
                  Ich fahre dort mit einem sog. Sportkennzeichen und habe das offizielle Kennzeichen im Rucksack dabei.
                  TÜV bekomme ich bei meiner Werkstatt. Ich stelle dann die Kiste mit Spiegeln, Blinkern, Kennzeichen etc. daneben und die Werkstatt regelt das mit dem TÜV-Mann.
                  Mein Moped ist übrigens nur im Schein "gedrosselt". Die Anforderung gibt es nur in Deutschland - im Ausland interessiert sowas niemanden.

                  Gruß Wolf

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                  • #10
                    Wenn Du im EU-Ausland eine Enduro kaufst, welche noch kein Jahr alt ist und unter 6000km gelaufen ist, gibt die Zulassungsstelle die Daten an das Finanzamt weiter und es wird Einfuhrsteuer erhoben. Bei der Zulassungsstelle also immer Laufleistung über 6000km angeben.
                    Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit

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